Wenn die Haut juckt, spannt und schuppt, sollten Sie dringend etwas unternehmen. Trockene Haut kann viele Ursachen haben. Dabei spielen innere und äußere Ursachen eine Rolle. Diese Ursachen gilt es aufzuspüren, um die richtige Pflege für die Haut zu finden.

Mögliche Ursachen für eine trockene Haut

Das Fehlen von Fett und Feuchtigkeit ist ein ausschlaggebender Punkt für trockene Haut. Sie zieht sich dann pergamentartig zusammen und neigt zu feinen Fältchen, Schuppenbildung oder auch kleinen Rissen und Entzündungen.

Viele Menschen, die zu trockener Haut neigen, verschlimmern das Phänomen durch ihre täglichen Lebensstil und falschen Pflegegewohnheiten. Äußere Ursachen für die trockene Haut sind:

  • Hitze
  • Kälte
  • Wasser
  • Sonne
  • Reizstoffe

Innere Ursachen sind beispielsweise:

  • Hormonschwankungen
  • Einseitige Ernährung
  • Flüssigkeitsmangel
  • Aber auch die Psyche

Mitunter können auch Nebenwirkungen verschiedener Medikamente eine Austrocknung der Haut verursachen. Zuletzt sollte man nicht vergessen, dass die Haut mit zunehmendem Alter zusätzlich an Feuchtigkeit verliert.

Was passiert bei trockener Haut

Die einzelnen Hautschichten
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Die Haut ist das größte Organ unseres Körpers und schützt ihn vor Umwelteinflüssen, wie Wasser, Licht und Schadstoffen. Unsere Haut ist in 3 Schichten aufgebaut und in der Lage Fettstoffe und Wasser zu  binden. Dadurch ist sie gut gepolstert und in der Lage, die ihr zugedachte Schutzfunktion zu erfüllen. Wenn die Haut nicht mehr in der Lage ist den Verlust von Wasser und Fett auszugleichen, trocknet sie aus. Die Austrocknung versucht die Haut zu verhindern indem sie Wasser an die Oberfläche abgibt, weshalb es außerordentlich wichtig ist, genügend zu trinken. Die unteren beiden Hautschichten leiten Lipide nach oben und die Talgdrüsen in der Haut bilden ein Fettgemisch, das die Hautoberfläche mit einem Schutzfilm überzieht. Bildet die Haut zu wenig Fett, ist der Schutzfilm gestört und die Haut trocknet aus. Aber auch im Laufe des Alters wird der Schutzfilm schwächer und die Haut ist weniger vor Austrocknung geschützt.

Wie wirken sich die einzelnen Ursachen auf unsere Haut aus?

Bei Hitze und Kälte gibt die Haut vermehrt Feuchtigkeit an die Umgebung ab. Bei geringer Luftfeuchtigkeit und warmer Luft, schwitzt man vermehrt und verliert so Feuchtigkeit. Im Winter setzt besonders der ständige Wechsel zwischen warmer Luft in Gebäuden und der kalten Außenluft unserer Haut zu. Zusätzlich ist die Haut bei geringeren Temperaturen weniger durchblutet, da sich die Blutgefäße zusammen ziehen. Die dadurch schlechter durchblutete Haut, erhält weniger Nährstoffe und ist den Umwelteinflüssen vermehrt ungeschützt ausgesetzt.

Vorsicht ist auch bei zu intensiver Sonnenstrahlung angebracht. Die Haut fängt an sich zu röten und zu spannen. Die Hautbarriere wird durch die intensive Sonneneinstrahlung geschwächt. Die Haut verliert ihre schützenden Fette und Feuchtigkeit. Durch weitere Sonneneinstrahlung  gelangen die  Sonnenstrahlen tiefer in die Haut und können dort noch mehr Schäden anrichten. Zu häufige Sonnenbrände schädigen die Haut nachhaltig. Man bekommt schneller Falten, die Haut ist weniger elastisch und nicht zu vergessen, steigt das Risiko an Hautkrebs zu erkranken enorm.

Aber auch zu viel Wasser kann die Haut austrocknen. Zwar hilft das Wasser die Haut zu säubern und von abgestorbenen Hautschüppchen zu befreien und damit der Schutzhülle sich zu erneuern. Doch zu viel Wasser kann der Haut Feuchtigkeit und Fette entziehen. Falsche Badezusätze unterschützen diesen Sachverhalt zusätzlich. Rückfettende Badezusätze können hier Abhilfe schaffen.

Daneben beeinflussen zu enge Kleidung, Putz- und Reinigungsmittel sowie mangelnde oder übertriebene Körperpflege die Haut. Diese Faktoren können ebenso den Schutzfilm der Haut angreifen und sorgen so für eine Austrocknung der Haut.

Neben all diesen äußeren Einflüssen spielen innere Einflüsse und Krankheiten eine große ebenso große Rolle beim Thema trockene Haut.

Welche Pflege benötigt trockene Haut?

Besonders wichtig ist ein achtsamer Umgang mit der Haut. Bei der Körper- und Gesichtspflege sollten Sie darauf achten natürliche Kosmetikprodukte zu benutzen. Die Haut kann empfindlich auf die chemischen Inhaltsstoffe konventioneller Produkte reagieren und so zusätzlich austrocknen.

Duschen Sie mit lauwarmem Wasser. Zu heißes Wasser reizt die sowieso schon trockene Haut nur noch mehr. Vermeiden Sie zu lange und zu heiße Vollbäder. Ist die Haut stark ausgetrocknet, solltet ihr euch überlegen, Vollbäder ganz zu unterlasse. Rückfettende, milde Duschgele und Seife helfen schon beim Duschen, die Haut zu pflegen und weniger auszutrocknen.

Viel Trinken ist so banal wie wirkungsvoll. Da die Haut im Laufe des Tages Feuchtigkeit verliert, hilft es genügend zu trinken, um die Speicher wieder aufzufüllen.

Gerade in der kalten Jahreszeit braucht die Haut ein kleines bisschen mehr Schutz. Packen Sie empfindliche Partien gut ein. Das Gesicht sollte  mit einer fetthaltigen Creme geschützt werden.

Im Sommer ist ein Sonneschutz mit hohem Lichtschutzfaktor unerlässlich. Aber auch in den anderen Jahreszeiten sollten Sie auf genügend Sonnenschutz achten.

Unterschiedliche Menschen benötigen unterschiedliche Hautpflege. Versuchen Sie langsam herauszufinden, was Ihnen und Ihrer Haut am besten hilft.

Diese Informationen werden nach bestem Wissen und Gewissen weitergegeben. Sie sind ausschliesslich für Interessierte und zur Fortbildung gedacht und keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden irgendeiner Art, die direkt oder indirekt aus der Verwendung der Angaben entstehen. Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Heilpraktiker.